Unisex Aachen nutzt als erster Friseursalon freies WLAN von Freifunk

Man bekommt nicht oft gesagt, dass einen der Himmel schickt, aber genau diese Worte fielen heute Abend im Friseursalon Unisex am Dahmengraben in Aachen. Schon lange hätte man nach einer Möglichkeit gesucht den Kunden einen freien WLAN-Zugang anzubieten, aber erst Freifunk hat restlos überzeugt: Einmalige Anschaffungskosten, keine monatlichen Beiträge, keine Gutscheine oder Weitergabe von Passwörtern, die wertvolle Arbeitszeit kosten und eine einfache Installation. Eine Rückfrage beim Unisex-Kollegen in Paderborn und ein kurzes Gespräch mit uns halfen die letzten Fragen zu klären.

Und so wechselten gleich zwei Testgeräte aus unserem Demokoffer direkt den Besitzer. Ein TP-Link WDR4300 für den Salon und ein TP-Link WR841N für zu Hause. Da bleibt uns noch zu sagen: Herzlich Willkommen bei Freiunk Aachen und vielen Dank fürs Mitmachen!

Im Spätherbst blüht in Aachen Freifunk auf

Freifunk RouterFreies WLAN in Aachen durch Privathaushalte und Gewerbetreibende

Es tut sich etwas in Sachen freies WLAN in der Kaiserstadt. Die Aachener Community des gemeinnützigen Freifunk Rheinland e. V. schafft in der StädteRegion Aachen ohne viel Aufhebens mit freien WLAN-Hotspots Zugangspunkte zum öffentlichen Freifunk-Netz. Allein im Stadtgebiet Aachen ist die Anzahl der Zugangspunkte in den vergangen zwei Monaten von 8 auf etwa 35 in die Höhe geschnellt.

Dies gelingt dank der Mithilfe von Gewerbetreibenden und Privathaushalten, denn die haben durch den Anschluss eines Freifunk-Hotspots handfeste Vorteile. Schon ab 50 € kann beispielsweise ein Gastronom seinen Gästen einen kostenfreien WLAN-Zugang über seinen Internetanschluss anbieten, ohne dass Mitarbeiter mit Gutscheinen oder Vouchers jonglieren müssen. Und auch ohne laufende monatliche Kosten. Ein zeitliche Begrenzung der Nutzung gibt es für Gäste nicht. Ein zusätzlicher Clou: Die Freifunk-Hotspots verbinden sich per WLAN ebenfalls untereinander und vergrößern ganz automatisch den Empfangsbereich. So können auch verwinkelte Grundrisse und zukünftig ganze Straßenzüge mit mehreren  geschickt verteilten Geräten ohne größeren Installationsaufwand abgedeckt werden. Private Haushalte lösen mit noch günstigeren Geräten (ab etwa 15 €) das wohl jedem bekannte Problem bei Besuch von Gästen: „Kann ich mal deinen WLAN-Schlüssel haben?“.

Möglich wird dies durch das Engagement der Freifunk-Entwickler. Diese entwickeln seit über 10 Jahren die Software zum Aufbau von Freifunknetzen für handelsübliche Router. Dabei wird die gesamte Kommunikation ins Freifunknetz über den eigenen DSL-Anschluss mittels eines sogenannten VPN-Tunnels (Virtual Private Network) zu den vereinseigenen Servern durchgeleitet. Dadurch fällt das weltweit einmalige Problem „Störerhaftung in Deutschland“ für den Betreiber weg und geht auf den Verein über.

Andere Städte, wie beispielsweise das etwa halb so große Paderborn, sind bereits einen deutlichen Schritt weiter als Aachen. Über 500 Freifunk-Zugangspunkte finden die Menschen dort im Stadtgebiet. Auch in Köln, Bonn, Düsseldorf, Münster oder Neuss sind bereits deutlich mehr Hotspots der Freifunker verfügbar. „Wir nehmen die Herausforderung an und werden die Idee in der gesamten StädtRegion Aachen verbreiten. Erste Gespräche mit Verwaltung, Politik und Geschäftsleuten gab es bereits oder sind terminiert. Die Resonanz ist einfach unglaublich.“, sagt Felix Bosseler, Mitglied im Freifunk Rheinland e. V. und Ansprechpartner für Öffentlichkeitsarbeit in Aachen.

„Wir haben ein bestechend einfaches, nachvollziehbares Konzept und sind nicht gewinnorientiert. Durch den Einsatz bezahlbarer Hardware bieten wir praktisch jedem die Möglichkeit dabei zu sein und das bei kinderleichtem Anschluss der Geräte. Freifunk ist für die StädteRegion Aachen ein großer Schritt vorwärts in Richtung einer digitalen Willkommenskultur.“, ergänzt Jan van den Hurk, der zusammen mit Bosseler die Organisation der etwa 18-köpfigen Freifunk-Community in Aachen betreut.

Die wachsende Zahl  grüner Punkte auf der Übersichtskarte der Aachener Freifunker sendet eine deutliche Nachricht in die StädteRegion: In Aachen und Umgebung blüht etwas auf.

Weitere Informationen

Website
www.freifunk-aachen.de

Freifunk-Basisinformationen (möglichst technikfern erklärt)
http://freifunk-aachen.de/freifunk-basiswissen/

Wissenswertes für Privathaushalte, die mitmachen wollen
http://freifunk-aachen.de/freifunk-zuhause-nutzen/

Informationen zu Freifunk in Handel und Gewerbe
http://freifunk-aachen.de/freifunk-fuer-gastronomie-handel-gewerbe-und-viele-mehr/

Übersichtskarte mit Zugangspunkten in Aachen
http://www.freifunk-aachen.de/map/index.html

Aktive Knotenliste Aachen
http://www.freifunk-aachen.de/map/list.html

Knotenpunkte Paderborn (als Vergleich zu Aachen)
http://map.paderborn.freifunk.net/geomap.html

Der Freifunk-Virus geht auch in Herzogenrath um

Auf Einladung Herzogenrather Fraktionen waren wir als Vertreter von Freifunk Aachen im kleinen Sitzungssaal des örtlichen Rathauses zu Gast. Einer aufgeschlossenen Runde konnten wir in einer kurzweiligen Präsentation Freifunk erklären und näher bringen. Wünsche und Befürchtungen haben wir aufgenommen und beantwortet. Begeisterung ernteten wir vor allen Dingen für den Umstand, dass trotz der ausgefeilten Technik das Mitmachen bei Freifunk sehr einfach ist. Auch einfach genug für Computer-Laien.

Das Fazit: Freifunk wäre auch eine gute Lösung für Herzogenrath. Angefangen bei privaten und gewerblichen Freifunkern könnten zukünftig auch städtischen Einrichtungen wie Bibliotheken oder Jugendheime mit freiem WLAN per Freifunk versorgt werden. Allerdings ist Freifunk ein Projekt zum Mitmachen und benötigt auch die tatkräftige Unterstützung der Menschen vor Ort.

Gerne nehmen wir weitere Einladungen von Parteien, Verbänden und Vereinen an und stellen Freifunk persönlich vor. Kontakt z.B. per E-Mail unter kontakt@freifunk-aachen.de

Zuwachs im Aachener Freifunk-Netz

Netzwerkkarte vom 29.10.2014Ist es nicht ein toller Anblick? So viele neue Zugangspunkte im Aachener Stadtgebiet! Innerhalb von zwei Monaten hat sich die Zahl der Zugangspunkte auf unserer Netzwerkkarte knapp verdreifacht. Waren es Anfang September 2014 gerade mal rund 10 Zugangspunkte, so sind es aktuell 31 Zugangspunkte in Aachen plus drei weitere Zugangspunkt in Kohlscheid und Herzogenrath. Einen deutlichen Zuwachs gab es z.B. im Pontviertel, aber auch in alle anderen Himmelsrichtungen wurden die Freifunk-Lücken verkleinert.

Euch allen: Ein herzliches Willkommen!

Router-Aufkleber für Freifunk Aachen sind eingetroffen.

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Heute hat der Paketbote unsere Router-Aufkleber vorbeigebracht. Damit können wir nun unsere Geräte eindeutig gekennzeichnet und zugeordnet werden. Z.B. die fertig konfigurierten Geräte, die wir zum Selbstkostenpreis abgeben. Aber auch alle bereits aktiven Freifunker können sich gerne einen Aufkleber bei unseren Treffen abholen und ihre Zugangspunkte markieren.

Sammelbestellung mit 22 Routern eingetroffen

Unsere erste Router-Sammelbestellung ist bei unserem lokalen Partner Notebookkontor eingetroffen und wird in den nächsten Tagen bei einem „Flash-Mob“ für Freifunk umprogrammiert und konfiguriert. Während die meisten Geräte bereits verplant sind, können einige wenige Geräte fertig eingerichtet zum Selbstkostenpreis abgegeben werden. Einfach unter technik@freifunk-aachen.de melden.
An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an Daniel Bertram vom Notebookkontor, der uns bei dieser Aktion vorbildlich unterstützt hat!

Technik-Treffen: Dienstag, 07.10.2014 18:00

Das Technik-Treffen findet in den Räumlichkeiten des Chaos Computer Clubs Aachen (CCCAC) statt. Eine Anfahrtsbeschreibung zum CCC ist auf deren Kontaktseite hinterlegt:

http://aachen.ccc.de/kontakt/

Was nicht dabei steht: Wer mit dem Bus kommt muss bis zur Haltestelle Talbot (Linie: 1,11,SB11,16,21,46,52,70) fahren.